Pack den Spätzlehobel aus!

Käsespätzle

Die neueste Erwerbung für unsere Küche ist eine kleine, gusseiserne Pfanne. Außerdem haben uns Markus Eltern von ihrem Schiurlaub aus Tirol Graukäse mitgebracht. Was liegt also näher, als Käsespätzle daraus zu machen?

Käsespätzle werden in manchen Regionen auch als Kasspatz(e)n, Käsknöpfle, Chäsknöpfli oder Kasnockn bezeichnet. Die Teigware kommt ursprünglich aus dem alemannischen Raum, wo sie entweder als Beilage oder als eigenständiges Gericht in unterschiedlichster Form serviert werden. Rezepte für Spätzle lassen sich bereits seit dem 18. Jh. belegen. Sie passen anstelle von Kartoffeln zu verschiedensten Fleischgerichten und in einem traditionellen schwäbischen Gericht werden sie zusammen mit Linsen und Würstchen gegessen. Daneben sind auch süße Spätzle-Varianten bekannt, z.B. mit Nüssen. Die vermutlich bekannteste Spätzle-Speise sind aber die Käsespätzle. Sie sind insbesondere im südwestdeutschen Raum, in Bayern, Liechtenstein, der Schweiz und Westösterreich beliebt.

Käsespätzle bestehen aus Mehl, Eiern, Wasser bzw. Milch und Salz und werden zusammen mit einem kräftigen, geriebenen Käse und Röstzwiebeln gegessen. Käsesorten, die sich dafür eignen, sind beispielsweise: Bergkäse, Emmentaler, Sauerkäse, Räßkäse, Graukäse, Weißlacker Käse, Limburger Käse oder Pinzgauer Bierkäse. Dazu passt ein Blattsalat.

Dem Tiroler Graukäse zu Ehren kommt hier ein Rezept für:

Kasnockn mit Graukas und g’mischtem Salat

Für die Kasnockn:

  • 500g Mehl
  • 3 Eier
  • 3 Eigelb
  • 1/4l Milch
  • ein wenig zerlassene Butter
  • Salz
  • Muskatnuss (gerieben)
  • 150g Zwiebeln
  • ein wenig Öl
  • ca. 200g kräftiger Käse
  • Salz
  • Pfeffer

Schritt 1Zuerst ca. 1 EL Butter schmelzen. Mehl, Eier, Eigelb, Milch, ein wenig Salz und zerlassene Butter vermengen und etwas Muskatnuss daran reiben. Das Ganze mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verrühren.

Schritt 2: Einen großen Topf mit Wasser aufstellen und Salz hinzugeben. Sobald das Wasser wallend kocht, den Teig mit einer Spätzlereibe oder -presse in das Wasser drücken. Alternativ Teig auf ein mit Wasser angefeuchtetes Brett streichen und mit einem Messer ins Wasser schaben, sodass typische Spätzle entstehen. Aufkochen lassen und Spätzle abseihen.

Schritt 3: In einer Pfanne Zwiebeln in genügend Öl anbraten, bis sie goldbraun sind. Abseihen, abtupfen bzw. abtropfen lassen.

Schritt 4: Käse reiben.

Schritt 5: Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Schichtweise Spätzle und Käse in eine backofengeeignete Schüssel oder Pfanne geben, salzen und pfeffern und nach Belieben ein wenig zerlassene Butter hinzufügen. Am Schluss geröstete Zwiebeln draufstreuen. Das Ganze nun auf mittlerer Schiene je nach Käsesorte 10–15 Minuten im Backofen überbacken, bis der Käse komplett geschmolzen ist. Stilecht in der Pfanne bzw. Form servieren!

Für den Salat:

  • 1 Eisbergsalat
  • 1 grüne Paprika
  • 1–2 Tomaten
  • 1 halbe Gurke
  • ein paar getrocknete und in Öl eingelegte Tomaten
  • Apfelessig
  • Oliven- oder Rapsöl
  • süßer Senf
  • Salz
  • Pfeffer

Salat, Paprika, Tomaten und Gurke waschen. Eisbergsalat zerpflücken, Paprika in Würfel schneiden. Gurke schälen und in Scheiben schneiden bzw. hobeln. Frische und eingelegte Tomaten ebenfalls schneiden. Dann ein Dressing aus Apfelessig, Öl, etwas süßem Senf, Salz und Pfeffer mischen und den Salat damit anrichten.

Mahlzeit!

Dazu passt übrigens am besten ein würzig-kräftiges Bier. Wir haben ein Bier aus einer kleinen Privatbrauerei in Gleink bei Steyr dazu genossen.

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