Luwak-Kaffee

Luwak-Coffee

Von Freunden haben Verena und Markus ein besonderes Geschenk aus Bali erhalten: Luwak-Kaffee. Dabei handelt es sich um eine indonesische bzw. philippinische Spezialität, die auch als „Katzenkaffee“ bezeichnet wird. Denn die Kaffeebohnen wandern zunächst durch den Verdauungstrakt des Fleckenmusangs, einer Schleichkatzenart, bevor sie gewaschen, geröstet und abgepackt werden. Dadurch entsteht ein Fermentierungsprozess, der zur Folge hat, dass der Kaffee kaum Säure enthält. Klingt ekelig? Mag sein. Doch der Kaffee gilt als äußerst delikat und wird zu hohen Preisen gehandelt. 1 Kilo ungerösteter Bohnen wird zu umgerechnet rund 50 Euro gehandelt, die gerösteten um ca. 80 Euro aufwärts. Ein ähnliches Produkt gibt es von der äthiopischen Zibetkatze.

Wir haben einige der Bohnen gemahlen und wie Mokka zubereitet – allerdings ohne Zucker, damit wir uns einen besseren Eindruck vom Kaffee verschaffen konnten. Dieser hat tatsächlich erstaunlich wenig Säure, er ist daher äußerst mild und sehr aromatisch. Nichtsdestotrotz ist der Gedanke an die Herstellung doch ziemlich gewöhnungsbedürftig.

Anzumerken ist auch, dass der Hohe Preis des Kaffees seine Schattenseiten hat: Vielfach werden die Schleichkatzen gefangen und in engen Käfigen gehalten.

Fazit: Die Leibspeis ist unentschlossen. Einerseits überzeugt der Geschmack und macht Lust auf mehr, andererseits mag man nicht daran denken, wie der Kaffee entstand. Und schließlich sollte man unbedingt auf die Herkunft achten – damit er von wild lebenden Schleichkatzen stammt.

Kaffeebohnen

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