Bröselfisch

Als „Brösel“ bezeichnet man im Süden das, was man im Norden „Krümel“ nennen würde. Ob es nun der Kindergeburtstag oder der Auftritt des Krümelmonsters war: übrig bleiben Brösel. Möglich ist dies auch nach einem gemütlichen Filmabend und so befürchtet Markus dann „Bettbrösel“. Vielleicht liegt es daran, dass in manchen Teilen Österreichs der Begriff „Brösel“ umgangssprachlich ganz allgemein für „Probleme“ verwendet wird. Nichtsdestotrotz liebt man in Österreich Brösel sehr. Sie passen wunderbar zu Marillenknödeln, Topfennockerln, in den Apfelstrudel oder zum Karfiol (= Blumenkohl). Warum nicht also auch zum Fisch? Immerhin funktioniert das auch beim Schlemmerfilet wunderbar. Wir haben das Ganze mit einer fangfrischen Forelle probiert. Dazu passen Kartoffeln, die man gleich im Ofen mitbacken kann, sowie Salat oder Gemüse.

Übrigens: Auch die „Krümel“ haben eine spannende etymologische Geschichte. Denn das Wort ist eigentlich ein Diminutiv, d.h. es handelt sich um die Verkleinerungsform von „Krume“. Von Brotkrumen hat man vielleicht schon einmal in Märchen gelesen. Ursprünglich meinte man mit der Krume ein unförmiges, von irgendetwas abgebrochenes, (weiches) Stück. Heute bezeichnen Bäcker so das Innere von Backwaren wie Brot oder Brötchen.

Ofenforelle in Bröseln

  • 1 fangfrische Forelle pro Person
  • 1 mittelgroßer Erdapfel pro Forelle
  • 1 EL Semmelbrösel pro Forelle
  • Koriander und Fenchel, im Mörser zerstoßen
  • Kräuter nach Jahreszeit (Petersilie, Korianderkraut, Kerbel, …)
  • 1 Knoblauchzehe pro Forelle, in feine Scheiben geschnitten
  • Salz, Pfeffer
  • Butter oder Öl für das Backblech

Die Erdäpfel schälen, längs halbieren und in Salzwasser fast gar kochen. Die Brösel mit den zerstoßenen Gewürzen, Salz und Pfeffer vermengen und den Fisch darin panieren. Die Forelle innen mit den Knoblauchstücken und den Kräutern füllen.

Ein Backblech mit Öl oder Butter bestreichen. Je einen halbierten Erdapfel pro Forelle mit der Schnittseite nach unten auf das Blech legen, die Forelle mit geöffneter Bauchseite nach unten auf den Erdapfel stellen. Die restlichen Erdäpfel zwischen den Fischen verteilen. Auf jeden Fisch ein Stückchen Butter legen, sodass es im Rohr langsam den Fisch hinunterfließen kann.

Bei 200° C Ober-/Unterhitze die Forelle je nach Größe für ca. 20 bis 25 Minuten backen. Die letzten paar Minuten kann der Fisch mit Grillstufe im Rohr verbringen um ein wenig knusprig zu werden.

Die Forelle im Ganzen auf genügend großen Tellern so anrichten, dass der Erdapfel, der als „Standhilfe“ dient im Fisch verbleibt, eine zweite Erdäpfelhälfte auf das Teller legen und den Fisch stehend servieren.

Diese fangfrische Köstlichkeit gab es bei uns als Abendessen am Heiligen Abend. Mit ein paar Salaten, einer kleinen Vorspeise und einer Nachspeise ist dieser Fisch eine Attraktion für ein Festtagsmenü.  

Bröselfisch

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